Melanie Siegel
In ihrem neuen Werkzyklus Window (1) erweitert Melanie Siegel ihre künstlerische Praxis. Im Zentrum steht der Blick durch ein Fenster von innen nach außen – ein Motiv, das auch Karin Kneffel häufig aufgegriffen hat: die Scheibe als Grenze und zugleich als vermittelnde Fläche. Siegel entwickelt daraus eine ganz eigene Bildsprache.
Aus einem behaglichen Innenraum blickt man durch die Scheibe auf die aufgewühlte Natur, die eindrucksvoll dargestellt ist. Die Vögel erscheinen als Schatten: Vogelsilhouetten, die auf die Scheibe geklebt sind. Die ungebändigte Natur bleibt draußen und wird aus dem geschützten Inneren heraus betrachtet. Mit ihrer unverwechselbaren, fein ausgearbeiteten Malerei stellt Melanie Siegel das geschützte Zuhause der stürmischen Welt und einer zunehmend aufgewühlten Natur gegenüber.
In her new work Window (1), Melanie Siegel expands her artistic practice. At its
centre is the view through a window from the inside looking out—a motif that
Karin Kneffel has also explored frequently: the pane as both boundary and
intermediary. Siegel develops this motif in a distinctive way.
From
a cosy interior, we look through the glass onto a turbulent sea, rendered with
striking effect. The apparent seagulls look like shadows; in fact, they are
bird silhouettes affixed to the pane. Untamed nature remains outside, observed
from the safety of the sheltered interior. Through her distinctive, finely
executed painting, Melanie Siegel sets the protected home against the stormy
world and an increasingly turbulent natural environment.
